Einstieg in die private Krankenversicherung

In Deutschland haben rund 7 Millionen Menschen eine private Krankenversicherung abgeschlossen. Doch nicht jeder kann sich für eine private Versicherung entscheiden. Schließlich gelten hierfür ganz bestimmte Voraussetzungen.

Verdienstgrenze für den Eintritt in die PKV maßgeblich

Frau mit Schild zur PKVZu den Voraussetzungen für den Abschluss einer privaten Versicherung zählt, dass der Antragsteller nicht unter die Versicherungspflicht fällt. Unabhängig vom Einkommen gilt dies für die meisten Selbstständigen und Freiberufler.
Für einen Wechsel in die private Krankenversicherung müssen Arbeitnehmer mit ihrem Brutto-Einkommen über der Pflichtversicherungsgrenze liegen.
Seit dem 1. Januar 2013 gilt eine Einkommensgrenze von 4.430 Euro im Monat oder 52.200 Euro im Jahr. Neben dem gewöhnlichen Gehalt zählen auch Sonderzahlungen wie Weihnachts-, Urlaubs- und Bonuszahlungen dazu. Anders als noch vor wenigen Jahren genügt es, wenn der Angestellte das Überschreiten der Verdienstgrenze über einen Zeitraum von lediglich einem Jahr nachweisen kann.

Für wen der Übertritt in die PKV überhaupt möglich

Beihilfeberechtigte Beamte
In aller Regel fahren Beamte mit einer privaten Krankenversicherung am besten. In einer gesetzlichen Kasse würden sie unabhängig von ihrem Einkommen als freiwilliges Mitglied geführt werden und müssten den gesamten Beitrag aus eigener Tasche bezahlen. Denn im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Angestellten, gibt es seitens des Dienstherrn keinerlei Arbeitgeberzuschüsse. Im Rahmen der PKV kommen sie dagegen in den Genuss einer finanziellen Unterstützung in Form der so genannten Beihilfe. Hierbei werden mindestens 50%, in den meisten Fällen sogar 70%, der Behandlungskosten durch die Versicherung erstattet. Viele private Krankenversicherer bieten einen speziellen Tarif für Beihilfeberechtigte an.

Beamtenanwärter / Beamte auf Probe
Diese sind zu 50% Beihilfeberechtigt, zumal sich der Dienstherr zur Hälfte an den Krankheitskosten beteiligt. Der verbleibende Teil kann in der privaten Krankenversicherung durch einen speziellen Tarif für Anwärter abgesichert werden. Nicht möglich ist ein solcher Abschluss für Rechtsreferendare in den alten Bundesländern. Für diese besteht Versicherungspflicht in der GKV.

Freiberufliche Heilpraktiker, Veterinäre, Ärzte und Zahnärzte
Der Wechsel in die PKV ist für diese Berufsgruppen jederzeit möglich. Für Ärzte unterschiedlichster Fachrichtungen (Heilpraktiker, Humanmediziner, etc.) wird nicht selten ein spezieller Tarif angeboten. Dies gilt zudem auch für Pharmazisten. Ärzte im Praktikum können ebenfalls eine private Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Ein Vergleich hilft bei der Suche nach der besten Versicherung.

Selbständige und Freiberufler
Diese können sich jederzeit für eine private Krankenversicherung entscheiden. Hiervon ausgenommen sind lediglich Künstler, Publizisten sowie Handwerksmeister. Letztere müssen stets der GKV beitreten. Publizisten und Künstler sind über die Künstlersozialkasse abgesichert. Sie können sich jedoch auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen, wenn sie in drei aufeinanderfolgenden Jahren ein Einkommen erzielen, welches die Jahresverdienstgrenze überschreitet.

Studenten
Müssen ihre Krankenversicherung ab dem 25. Lebensjahr selbst in die Hand nehmen, zumal kein Versicherungsschutz mehr über den elterlichen Vertrag besteht. Der Student kann sich dabei ohne weiteres für eine private Krankenversicherung entscheiden. Hierzu bieten viele Versicherer entsprechende Lösungen an, weshalb ein Vergleich ratsam ist. Ab dem 30. Lebensjahr wäre eine gesetzliche Absicherung lediglich im Rahmen der so genannten freiwilligen Mitgliedschaft möglich. Die private Krankenversicherung für Studenten gilt in der Regel bis zum 34. Geburtstag.

Wie der Wechsel funktioniert

    Sind die Voraussetzungen erfüllt, ist bei einem Wechsel von der GKV in die PKV Folgendes zu beachten:

  • Für freiwillige Mitglieder, die bereits die Verdienstgrenze überschreiten, gilt eine Kündigungsfrist von 2 Monaten zum Monatsende.
  • Gesetzliche Pflichtversicherte, die erst im Laufe dieses Jahres die Verdienstgrenze überschreiten, können ab Januar 2014 in die PKV übertreten. Ein Nachweis der neuen Krankenversicherung ist der GKV zwingend vorzulegen.
  • Bei Berufsbeginn können sich Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Verdienstgrenze sofort privat versichern.

Wer vergleicht ist zumeist besser dran

Diese private Absicherung im Krankheitsfall wird von jedem privaten Krankenversicherungsunternehmen angeboten. Auch viele gesetzliche Kassen bieten bei Erfüllung der Voraussetzungen passende Tarife an. Angesichts des vielfältigen Angebots ist es mühsam und schwer, sich einen Überblick über sämtliche Leistungen und Preise zu verschaffen. Mit einem Vergleich geht dies deutlich schneller und zuverlässiger. Der Vergleich ist unverbindlich und kostenlos und hilft bei der Suche nach einem leistungsstarken und preisgünstigen Tarif.

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