Private Krankenversicherung für Beamte

Beamte und Beamtenanwärter haben jederzeit die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Da der Arbeitgeber zwischen 50 und 80 Prozent der Versicherung zahlt, müssen lediglich die Restkosten über die PKV abgesichert werden. Dies ermöglicht einen besonders günstigen Versicherungsschutz. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Beihilfetarife auch von Familienmitgliedern abgeschlossen werden.

Restkosten über PKV absichern

Bei der Beihilfe handelt es sich um eine eigenständige beamtenrechtliche Krankenfürsorge. Damit kommt der Dienstherr seiner Verpflichtung nach, sich an den Krankheitskosten des Beamten zu beteiligen. Die Höhe der Kostenübernahme richtet sich dabei immer nach der jeweiligen Beihilfeverordnung und liegt zwischen 50 und 80 Prozent. Der Rest kann dann beispielsweise durch eine private Krankenversicherung abgesichert werden.
Die meisten privaten Krankenversicherer bieten hierfür einen speziellen Beamtentarif an. Neben Beamten sind auch Richter, Versorgungsberechtigte sowie Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit beihilfeberechtigt. Sofern das Einkommen des Ehepartners eine gewisse Grenze nicht übersteigt, ist dieser ebenfalls berücksichtigungsfähig. Die Einkommensgrenze richtet sich nach der jeweiligen Beihilfevorschrift und liegt zumeist bei 18.000 Euro jährlich. Kinder sind ebenfalls berücksichtigungsfähig, solange noch ein Anspruch auf Kindergeld besteht. Der Beihilfeanspruch endet spätestens mit Vollendung des 27. Lebensjahres.

Erstattung der Aufwendungen

Für eine Erstattung müssen die Belege zunächst bei der Beihilfestelle vorgelegt werden. Dabei müssen die Aufwendungen mindestens 200 Euro betragen. Wird dieser Betrag in einem Zeitraum von 10 Monaten nicht erreicht, können die Belege ab einem Betrag von 15 Euro zur Erstattung eingereicht werden. Die nicht durch die Beihilfe vom Arbeitgeber abgedeckten Kosten werden dann über den Beamtentarif der privaten Krankenversicherung abgerechnet. Durch die Beihilfe werden nicht alle Leistungen abgedeckt. Dies gilt insbesondere für bestimmte Wahlleistungen im Krankenhaus. Diese Deckungslücken können durch entsprechende Beihilfeergänzungstarife gedeckt werden. Zusammen mit der Beihilfe deckt der Beamtentarif dann 100 Prozent der anfallenden Kosten ab.

Private Krankenversicherung ist für Beamte attraktiv

Durch die Beihilfeberechtigung ist die private Krankenversicherung für Beamte eine sehr lohnenswerte Sache. Die Mehrzahl der Versicherer bieten einen auf die jeweiligen Bundes- und Landesvorschriften abgestimmten Beamtentarif an. Dazu kommt, dass Beamte nicht aus gesundheitlichen Gründen durch die PKV abgelehnt werden. Je nach Gesundheitszustand ist lediglich ein Zuschlag von 30 Prozent auf den Beitrag möglich.