Private Krankenversicherung für Studenten

Wer ein Studium beginnt, hat die Möglichkeit, von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln. In einigen Fällen kann sich das neben den höheren Leistungen der privaten Krankenversicherung auch finanziell lohnen.

PKV für Studenten: Alter und Familienversicherung entscheiden

So sind die Kinder von Beamten durch die Beihilfe meist ohnehin zu 80% versichert – und benötigen nur noch eine Versicherungspolice, die den Rest abdeckt. Ein solcher Fall ist bei den gesetzlichen Krankenkassen allerdings nicht vorgesehen, so dass der volle Versicherungsbetrag gezahlt werden müsste. Private Versicherer bieten dagegen maßgeschneiderte Tarife, die lediglich die entstandene Lücke abdecken.
Studenten im KlassenzimmerAuch Studierende, die das Alter von 30 Jahren überschritten oder das 14. Fachsemester erreicht haben, sollten über den Abschluss einer privaten Krankenversicherung nachdenken. Denn ab diesem Alter zahlen sie nicht mehr den günstigen Pauschalbetrag, den die gesetzlichen Krankenkassen anbieten. In vielen Fällen dürften die Prämien bei einer privaten Versicherung dann preiswerter sein. Grundsätzlich sollten sich Studenten darüber im Klaren sein, dass ein Wechsel in die private Krankenversicherung nur drei Monate nach Einschreibung möglich und dann nicht mehr abänderbar ist. Ausnahme: Die Mitgliedschaft in der Familienversicherung endet mit der Vollendung des 25. Lebensjahres oder der Studierende erreicht die gültigen Altersobergrenzen für die Pauschalbeträge.

Private Pflegeversicherung im Vorteil

Wer mit dem Gedanken spielt, mit dem Beginn des Studiums in eine private Krankenversicherung zu wechseln, sollte dabei einige Dinge beachten. Zwar sind die Mindestleistungen der Krankenkassen gesetzlich vorgeschrieben, allerdings ist die private Versicherung eben gerade wegen der zusätzlichen Leistungen interessant. Besonders Studenten, die bestimmte Therapien in Anspruch nehmen wollen, haben bei der PKV meist bessere Karten.
Allerdings erfolgt im Vorfeld eine Gesundheitsprüfung, nach der der Beitrag berechnet wird.
Mögliche Risikopatienten müssen also damit rechnen, deutlich mehr zu bezahlen. Dabei werden auch Vorerkrankungen erfragt, um sich ein Gesamtbild über den Patienten zu machen. Auf solche Fragen sollte stets ehrlich geantwortet werden, weil die Kasse ansonsten im Falle einer Erkrankung die Zahlung verweigern kann.
Ein weiteres Kriterium bei der Auswahl der Versicherung ist die Eigenleistung: Bei privaten Kassen ist eine Selbstbeteiligung des Patienten durchaus üblich. Vielen Studenten dürften allerdings Schwierigkeiten haben, eine solche Belastung zu tragen. Sinnvoll ist in jedem Fall allerdings der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung: Die Tarife sind für junge Menschen sehr preiswert, die Leistungen im Vergleich zu gesetzlichen Pflegeversicherung hoch.

PKV für Studierende kann sich lohnen

Ob sich der Abschluss einer privaten Krankenversicherung für Studenten lohnt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Besteht noch Versicherungsschutz durch die Familienversicherung, kann darauf meist verzichtet werden. Besonders für Studierende, bei denen ein Elternteil verbeamtet ist, kann die PKV die deutlich preiswertere Alternative darstellen. Denn dann muss wegen der Beihilfe meist nur eine kleine Lücke geschlossen werden – während bei der gesetzlichen Krankenversicherung der volle Betrag fällig wäre. Lohnenswert ist allerdings grundsätzlich der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung.

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